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Geschenke sollen im Sack bleiben

Geschrieben von Jürgen Steffens Samstag, den 17. Dezember 2011 um 08:42 Uhr

NWZ vom 17.12.11

Oberliga Handballer der TSG Hatten-Sandkrug beim Tabellenzweiten


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Führt seine Mannschaft in ein schweres Auswärtsspiel: Henning Sohl, Trainer des Oberligisten TSG Hatten-Sandkrug BILD: LARS PINGEL

An diesem Sonnabend gastiert das TSG-Team beim TSV Bremervörde. Für Trainer Henning Sohl sind die Gastgeber der klare Favorit.


VON LARS PINGEL

SandkrugDie Oberliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug treffen auf festlich gestimmte Gastgeber. Die Sandkruger gastieren an diesem Sonnabend, am Vorabend des vierten Advents und eine Woche vor dem Heiligen Abend, ab 18 Uhr in der Tetjus-Tügel-Halle in Bremervörde. Für den gastgebenden TSV ist die Partie aber nicht nur wegen des nahen Weihnachtsfests etwas besonderes. Genau 60 Jahre und einen Tag ist es her, dass zum ersten Mal eine Handball-Mannschaft des Vereins auf Torejagd ging, wie das bereits im Internet veröffentlichte Hallenheft verrät. Gratulieren werden die Sandkruger gern. Allerdings: „Wir sind zwar vor Weihnachten unterwegs, aber nicht, um Geschenke zu verteilen“, sagt TSG-Trainer Henning Sohl vor dem Kräftemessen mit dem TSV.

Das soll vor allem heißen, dass Sohl und seine Spieler versuchen werden, den Bremervördern mächtig Paroli zu bieten. „Über die Favoritenrolle brauchen wir nicht zu reden. Das ist für mich einmal ganz einfach“, erklärt der TSG-Trainer, dessen Mannschaft Neunter ist. Der TSV stellt das einzige Team, das mit Spitzenreiter HSG Barnstorf/Diepholz (23:1 Punkte) Schritt hält. Mit 17:3 Zählern belegt der TSV Rang zwei.

Die gute Platzierung verdankt der TSV auch den bisher überragenden Vorstellungen seines Spielmachers Adnan Salkic. Mit 80 Treffern führt er die mannschaftsinterne Torschützenliste an. „Er ist für mich der beste Spieler der Oberliga“, sagt Sohl über den 30-Jährigen. Salkic glänzt in der Rückraummitte aber nicht nur als Torschütze, sondern ist auch Dreh- und Angelpunkt der Offensivaktionen des TSV. Nutznießer seiner Anspiele ist sehr oft die Nummer zwei der TSV-Werfer, Kreisläufer Marcus Hölling (65). Um die Bremervörder aufzuhalten, reicht es allerdings nicht, diese beiden in den Griff zu bekommen. Denn auch von den Positionen neben Salkic droht jede Menge Gefahr. In Timo Meyn (rechts) und Ole Winter (links) bietet TSV-Trainer Sascha Rajkovic auch auf den Halbpositionen herausragende Akteure auf, von denen dann wiederum die Außen profitieren. „Das ist schon ein sehr harter Brocken, vor dem wir stehen“, folgert Sohl.

Bange machen gilt aber bei der TSG nicht. „Wir haben bisher zwei sehr gute Spiele gemacht. Gegen Barnstorf und beim ATSV Habenhausen“, bestätigt Sohl. In den Partien gegen den Tabellenführer und den Dritten holte er jeweils einen Punkt. „Deshalb gehen wir die Aufgabe durchaus selbstbewusst an.“ Allerdings nicht in Bestbesetzung. Zwei Kreisläufer fehlen: Marco Hoffmann hat einen lange geplanten Urlaub angetreten, und Boris Bruns zog sich im Training einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu.

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