Sandkrug - Die Oberliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug erwiesen sich am Sonnabend als angenehme Gäste. Sie störten die Feierlichkeiten ihrer Gastgeber, dem TSV Bremervörde, nicht. Einen Tag vor dem vierten Advent und 60 Jahre und einen Tag nach dem ersten Spiel einer TSV-Handballmannschaft kassierten die Sandkruger eine 24:36-Niederlage. Sie gehen mit 9:11 Punkten als Tabellenneunter ins Jahr 2012. Die Gastgeber unterstrichen erneut, dass sie – mit nunmehr 21:3 Punkten – einziger ernstzunehmender Herausforder des Spitzenreiters HSG Barnstorf/Diepholz (23:1 Punkte) sind.
Trainer ist enttäuscht
Der TSV biete eine Mannschaft auf, die stark genug sei, die Barnstorfer vom Thron zu stoßen, lobte TSG-Trainer Henning Sohl den Konkurrenten. Er verhehlte die Enttäuschung über den Auftritt seines Teams aber nicht. „In Bremervörde kann man verlieren. Aber nicht so“, sagte er. „Wir hatten nie eine Chance.“
Großen Anteil daran, dass die Festtagsstimmung unter den TSV-Fans zu keiner Zeit durch aufkommende Spannung getrübt wurde, hatte Adnan Salkic. Der Spielmacher der Gastgeber riss schon in den ersten zehn Minuten das Geschehen an sich. Vier Tore erzielte er aus der Rückraummitte selbst, vier weitere TSV-Treffer bereitete er vor. „Er ist eindeutig der beste Oberligaspieler“, verteilte Sohl ein weiteres Lob. Beim 3:8 (10.) nahm er eine Auszeit. „Die hat aber auch nicht gefruchtet“, gab er zu. Angetrieben von Salkic, von dessen Ideen vor allem Ole Winter im linken Rückraum und Kreisläufer Marcus Hölling profitierten, trumpfte der TSV weiter auf. Bis auf 9:16 wuchs der Rückstand der TSG an, ehe sie das Spiel ein paar Minuten lang etwas offener gestalten konnte.
Keine Steigerung
Nach der Pause (12:18) gelang es der TSG nicht, das Ruder herumzureißen, um zumindest mit einem positiven Eindruck in die Winterpause zu gehen. Im Gegenteil. „Die zweite Halbzeit war ein Debakel. Das muss man ehrlich sagen, auch wenn es das Ergebnis noch nicht einmal ausdrückt“, erklärte Sohl. 33 Fehlwürfe leisteten sich seine Spieler. Hinzu kamen etliche Ballverluste nach technischen Fehlern. Auch alle Versuche, durch veränderte Abwehrformationen ins Spiel zu finden, scheiterten. Der TSV fuhr einen Kantersieg ein, ohne groß gefordert zu werden. Salkic, der bis dahin acht Tore erzielt hatte, schaute sich die Partie ab der 40. Minute von der Auswechselbank aus an.
„Das war ein herber Rückschlag nach den beiden guten Spielen“, sagte Sohl. Zuletzt hatte die TSG gegen den Tabellenvierten TV Bissendorf-Holte (32:32) und den drittplatzierten ATSV Habenhausen (25:25) gepunktet. „Jetzt müssen wir sehen, dass wir die Jungs wieder aufbauen“, nannte Sohl die Hauptaufgabe für die Zeit bis zum 14. Januar 2012. Dann tritt die TSG beim Landkreis-Rivalen TV Neerstedt an.
TSV Bremervörde –TSG Hatten-Sandkrug 36:24 (18:12) TSG Hatten-Sandkrug: Kuper, Steffens – Kirschen 1, Rabe 6/3, Carstens 1, Langner 6, Knieling 3, Stein, Wenh












































