Die Begegnung wird an diesem Sonnabend um 19.30 Uhr angepfiffen. Mit ihr endet die Hinrunde.
VON LARS PINGEL
Neerstedt/sandkrugDas Spiel ist der Abschluss und der Höhepunkt der Hinrunde. An diesem Sonnabend, 19.30 Uhr, empfangen die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt ihren Landkreis-Nachbarn, die TSG Hatten-Sandkrug, in der Halle Am Sportplatz. „Von der Tabellensituation ist die Partie sicher nicht so brisant“, sagt TVN-Trainer Dag Rieken. „Aber die Spieler beider Teams kennen sich lange und gut. Verlieren will keiner, deshalb wird es schon eine umkämpfte Begegnung werden.“
Auch die Sandkruger freuen sich auf die Partie. Ein Nachbarschaftsduell sei immer ein Höhepunkt im Saisonverlauf, bestätigt TSG-Trainer Henning Sohl. „Für Sandkrug ist das Spiel gegen Neerstedt doch die Mutter der Derbys. Besser und näher geht es nicht.“
Beide Mannschaften hatten einige Wochen spielfrei. Der TVN war am 11. Dezember mit einem 31:30-Heimsieg über die HSG Schwanewede/Neuenkirchen in die Weihnachts- und Silvester-Pause gegangen. Anschließend habe es noch ein paar lockere Trainingseinheiten gegeben, ehe die Mannschaft einige Zeit zum pausieren bekommen hätte, berichtet Rieken. „Alle haben eine Pause gebraucht“, sagt er. Kleinere Verletzungen konnten auskuriert werden, so dass der TVN an diesem Sonnabend in Bestbesetzung antreten wird.
In der Pause hat es eine Veränderung im TVN-Kader gegeben. Jan und Ole Lehmann sind zum Landesligisten HSG Delmenhorst gewechselt.
In den vergangenen zwei Wochen haben sich die Neerstedter intensiv auf das Derby vorbereitet. Dass dabei Dinge entstanden sind, die beim Konkurrenten für Verblüffung sorgen werden, glaubt Rieken allerdings nicht. „Jeder weiß, was der andere spielt“, bestätigt er. „Es wird auf die Tagesform und die Einstellung ankommen.“ Respekt hat er vor der Defensive der Gäste. „Sie gehört zu den besten der Liga. Die Frage ist: Wie sind wir in der Lage, diesen Riegel zu knacken?“
Sohl hat sich mit seinen Spielern in der Vorbereitung ebenfalls mit der Defensive des Konkurrenten beschäftigt. „Wir wissen, dass wir uns mit der Neerstedter Abwehr schwer tun“, erklärte er. Daraus folgt, dass seine Mannschaft ebenfalls möglichst viele Angriffe der Gastgeber stoppen muss. „Wir wollen ein Bollwerk hinstellen.“
Sohl kam die Pause ganz gelegen. „Wir haben ein paar Tage frei gemacht. Alle sollten die Akkus wieder aufladen“, erzählt er. Mit frischen Kräften wollen die Sandkruger, die sich am 17. Dezember mit einem 24:36 beim TSV Bremervörde in die spielfreie Zeit verabschiedet hatten, ihrem Saisonziel wieder näher kommen. Das ist ein Platz im ersten Tabellendrittel. „Wir haben in der Rückrunde noch alle Chancen, wieder nach vorn zu kommen. Nur die ersten Beiden sind wirklich weg“, sagt Sohl. Fünf Punkte trennen sein Team, das Rang neun belegt, von Platz drei. „Wir stehen nach einer etwas verkorksten Hinrunde mit Höhen und Tiefen sicher ein bisschen unter Druck“, sagt Sohl. „Deshalb wollen und müssen wir dieses Spiel gewinnen, auch wenn es sehr schwer wird.“
Sohl kann nur den am Ellenbogen verletzten Florian Smarsli nicht einsetzen. Doch von ihm gibt es eine gute Nachricht. „Er trainiert schon wieder mit“, berichtet Sohl. „Ein Einsatz am Sonnabend käme aber zu früh.“












































