Bremen/sandkrug/PIN - Die Oberliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug warten seit sieben Partien auf einen Sieg. Am Sonnabend verloren sie beim SV Grambke/Oslebshausen mit 24:25 (11:12). Die Ausbeute von 2:12 Punkten führte dazu, dass die Sandkruger mit 9:17 Punkten Tabellenneunter sind. „Wir müssen sehen, dass wir im Abstiegskampf angekommen sind“, stellte TSG-Trainer Henning Sohl fest. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung seines Teams auf die HG Jever/Schortens, die als 13. den ersten Abstiegsplatz belegt.
In Bremen trafen die Sandkruger auf Gastgeber, die seit dem ersten Spieltag der Saison um den Verbleib in der Oberliga kämpfen. Dementsprechend engagiert gingen die SV-Spieler zur Sache. Ganz anders lief es zunächst bei der TSG. Mit fünf Fehlwürfen beendete sie die ersten fünf Angriffe, lag nach fünf Minuten mit 0:3 zurück. Sohl nahm eine Auszeit. Die wirkte sich positiv aus. Den größten Anteil daran, dass die Sandkruger in dieses Spiel kamen, hatte aber ihr Torwart Christoph Kuper. „Bärenstark“ sei dessen Leistung gewesen, lobte Sohl. „Er hat die Mannschaft als Kapitän geführt.“ 20 Paraden, darunter drei abgewehrte Siebenmeter, standen nach 60 Minuten in Kupers Statistik.
Das spielerische Niveau der Partie war nicht sonderlich hoch. Das lag auch daran, dass die Schiedsrichter Uwe Weiss und Andreas Köhnken (TB Uphusen) 23 Zeitstrafen verhängten, davon zehn für die TSG. Zudem sah der Bremer Patrick Buschardt bereits in der elften Minute die rote Karte, weil er, nachdem er von Boris Bruns hart gefoult worden war, diesem ins Gesicht schlug. Die Mannschaften standen also nur selten komplett auf dem Feld.
Die Sandkruger machten ihren frühen Rückstand wett, hielten das Spiel immer offen. Auch ein 13:17 warf das Team, in dem in dieser Phase Alexander Stein viele Akzente setzte, nicht aus der Bahn. Es hatte bis in die Schlussminute die Chance, wenigstens einen Punkt mitzunehmen.
Es war sogar mehr möglich, allerdings machte die TSG aus ihren Überzahlsituationen zu wenig. Die Trefferquote von beiden Außenpositionen sei äußert schwach gewesen, ärgerte sich Sohl. Auch deshalb lagen die Sandkruger in der Schlussminute mit 24:25 hinten, waren aber in Ballbesitz. „Und wir hatten die Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen“, erklärte Sohl. „Ich habe die Anweisung gegeben, erst etwas Zeit von der Uhr zu spielen, um dann in der Auszeit die letzte Aktion zu besprechen.“ Doch ehe Sohl die Uhr anhalten konnte, warf Björn Schilke – und scheiterte an SV-Torwart Andre Franke. Die TSG kam zwar sieben Sekunden vor Schluss wieder an den Ball, das reichte aber nicht, um noch einen gezielten Angriff vorzutragen. „Kämpferisch war das vollkommen in Ordnung“, bilanzierte Sohl. „Wir müssen aber in einigen Situationen cleverer spielen.“












































